410 Meter, 50 Tage und ein gemeinsames Ziel: Bauteam von Baulos 2 der Gastransportleitung Wardenburg-Drohne meistert A1 Unterquerung bei laufendem Verkehr
Juli 2026
Bei der Verlegung eines Leitungsbauprojektes gilt es unterschiedliche Hindernisse zu queren. Trotz durchdachter Trassenplanung lässt sich dies nicht ganz vermeiden, insbesondere wird es dann schwierig, wenn eine Trasse rund 90 km Länge aufweist wie bei der Gastransportleitung Wardenburg-Drohne (WAD). Sicherlich, Straßenquerungen gehören zum üblichen Geschäft im Infrastruktur- bzw. im Pipelinebau. Dennoch ist es immer etwas Besonderes, wenn wie im Falle der WAD, eine laufende und gut frequentierte Bundesautobahn unterquert wird.
Die Gastransportleitung Wardenburg-Drohne verläuft von der NETRA-Verdichterstation Wardenburg bis zur Gasdruckregel- und Messanlage (GDRMA) Drohne in Nordrhein-Westfalen. Die Trasse führt durch die Landkreise Oldenburg, Cloppenburg, Vechta, Osnabrück und Minden-Lübbecke weitestgehend auf landwirtschaftlichen Flächen. In Höhe von Cappeln musste die WAD die Bundesautobahn 1 (A1) inklusive des dort befindlichen Rastplatzes unterqueren. Ein Sonderbauwerk, das seiner technischen Bezeichnung alle Ehre macht.
Blick auf die Querung der A1 bei Cappeln.
Um die A1 bei laufendem Verkehr zu queren, setzte das Bauteam von Baulos 2 um Oberbauleiter Jochen Stieler, Tiefbauleiter Morgan Nour Bangagne Ediba sowie Rohrbauleiter René Zimmermann das Horizontel Directional Drilling Verfahren, kurz HDD-Verfahren, ein. Insgesamt 410 Meter der Trasse galt es mittels HDD-Verfahrens zu verlegen. Mit Einrichtung und anschließendem Rückbau dauerte die Maßnahme 50 Tage, schließlich mussten die Schweißer des Partnerunternehmens zunächst die Rohre zu einem Strang verschweißen und eine Pilotbohrung unter der Autobahn, ebenfalls durch eine Partnerfirma, erfolgen. Nicht zu vergessen: Nach dem Setzen der mehrlagigen Schweißnähte mussten diese auch auf ihre Festigkeit und Dichtheit per Röntgen- und Ultraschallprüfungen geprüft werden. „Das HDD-Verfahren kennen und setzen wir bei OGE schon länger ein. Dennoch ist es immer wieder etwas Besonderes, wenn wir so große Hindernisse wie eine Bundesautobahn im laufenden Betrieb queren“, erklärt Jochen Stieler. Das solche Querungen eine detaillierte Planung sowie eine enge Abstimmung zwischen OGE-Bauteam und den ausführenden Partnerfirmen bedarf ist selbstredend. „Die Maßnahme hat 50 Tage in der Umsetzung gedauert. Die Planungen sind da nicht miteinbezogen. Aber alleine diese 50 Tage sind intensiv gewesen. Enge Abstimmungen, genaue Beobachtung der Maßnahmen und alles darauf ausgerichtet, dass wir im Zeitplan des gesamten Projektes bleiben und diese Maßnahme punktgenau umsetzen“, resümiert René Zimmermann die zurückliegenden 50 Tage.
Am finalen Tag des Einzugs des Rohrstrangs unter der A1 ergaben sich beeindruckende Bilder: 410 Meter Rohrstrang der langsam in der Erde verschwindet und eine von Deutschlands größten Autobahnen im laufenden Betrieb unterquert. Die Autofahrer auf der A1 haben davon nichts mitbekommen, es sei denn der ein oder andere hat seinen Blick links oder rechts der Straße schweifen lassen und die großen Seitenbäume sowie Autokrane gesehen, die den Rohrstrang sukzessive transportierten. Eine Maßnahme die am Tag des Einzugs maximale Konzentration aller Beteiligten erforderte. Erst in den späten Abendstunden, als die blaue Stunde den Himmel in ein schönes Farbenspiel tauchte und die Nacht daraufhin langsam Einzug hielt, konnten die Teams von Baulos 2 sich anerkennend auf die Schulter klopfen und stolz auf eine erfolgreiche Unterquerung blicken. Michael Stroetmann, der die technische Projektleitung der WAD verantwortet, freute sich mit dem Team über die Umsetzung dieses Sonderbauwerks. „Das war eine hervorragende Arbeit, die viel Abstimmung, Planung und intensive Zusammenarbeit erfordert hat. Ein großes Lob geht an das Team von Baulos 2 und die Partnerfirmen.“
Neueste Beiträge
410 Meter, 50 Tage und ein gemeinsames Ziel: Bauteam von Baulos 2 der Gastransportleitung Wardenburg-Drohne meistert A1 Unterquerung bei laufendem Verkehr
Bei der Verlegung eines Leitungsbauprojektes gilt es unterschiedliche Hindernisse zu queren. Trotz durchdachter Trassenplanung lässt sich dies nicht ganz vermeiden, insbesondere wird es dann schwierig, wenn eine Trasse rund 90 km Länge aufweist wie bei der Gastransportleitung Wardenburg-Drohne (WAD). Sicherlich, Straßenquerungen gehören zum üblichen Geschäft im Infrastruktur- bzw. im Pipelinebau. Dennoch ist es immer etwas Besonderes, wenn wie im Falle der WAD, eine laufende und gut frequentierte Bundesautobahn unterquert wird.
Die Gastransportleitung Wardenburg-Drohne verläuft von der NETRA-Verdichterstation Wardenburg bis zur Gasdruckregel- und Messanlage (GDRMA) Drohne in Nordrhein-Westfalen. Die Trasse führt durch die Landkreise Oldenburg, Cloppenburg, Vechta, Osnabrück und Minden-Lübbecke weitestgehend auf landwirtschaftlichen Flächen. In Höhe von Cappeln musste die WAD die Bundesautobahn 1 (A1) inklusive des dort befindlichen Rastplatzes unterqueren. Ein Sonderbauwerk, das seiner technischen Bezeichnung alle Ehre macht.
Um die A1 bei laufendem Verkehr zu queren, setzte das Bauteam von Baulos 2 um Oberbauleiter Jochen Stieler, Tiefbauleiter Morgan Nour Bangagne Ediba sowie Rohrbauleiter René Zimmermann das Horizontel Directional Drilling Verfahren, kurz HDD-Verfahren, ein. Insgesamt 410 Meter der Trasse galt es mittels HDD-Verfahrens zu verlegen. Mit Einrichtung und anschließendem Rückbau dauerte die Maßnahme 50 Tage, schließlich mussten die Schweißer des Partnerunternehmens zunächst die Rohre zu einem Strang verschweißen und eine Pilotbohrung unter der Autobahn, ebenfalls durch eine Partnerfirma, erfolgen. Nicht zu vergessen: Nach dem Setzen der mehrlagigen Schweißnähte mussten diese auch auf ihre Festigkeit und Dichtheit per Röntgen- und Ultraschallprüfungen geprüft werden. „Das HDD-Verfahren kennen und setzen wir bei OGE schon länger ein. Dennoch ist es immer wieder etwas Besonderes, wenn wir so große Hindernisse wie eine Bundesautobahn im laufenden Betrieb queren“, erklärt Jochen Stieler. Das solche Querungen eine detaillierte Planung sowie eine enge Abstimmung zwischen OGE-Bauteam und den ausführenden Partnerfirmen bedarf ist selbstredend. „Die Maßnahme hat 50 Tage in der Umsetzung gedauert. Die Planungen sind da nicht miteinbezogen. Aber alleine diese 50 Tage sind intensiv gewesen. Enge Abstimmungen, genaue Beobachtung der Maßnahmen und alles darauf ausgerichtet, dass wir im Zeitplan des gesamten Projektes bleiben und diese Maßnahme punktgenau umsetzen“, resümiert René Zimmermann die zurückliegenden 50 Tage.
Am finalen Tag des Einzugs des Rohrstrangs unter der A1 ergaben sich beeindruckende Bilder: 410 Meter Rohrstrang der langsam in der Erde verschwindet und eine von Deutschlands größten Autobahnen im laufenden Betrieb unterquert. Die Autofahrer auf der A1 haben davon nichts mitbekommen, es sei denn der ein oder andere hat seinen Blick links oder rechts der Straße schweifen lassen und die großen Seitenbäume sowie Autokrane gesehen, die den Rohrstrang sukzessive transportierten. Eine Maßnahme die am Tag des Einzugs maximale Konzentration aller Beteiligten erforderte. Erst in den späten Abendstunden, als die blaue Stunde den Himmel in ein schönes Farbenspiel tauchte und die Nacht daraufhin langsam Einzug hielt, konnten die Teams von Baulos 2 sich anerkennend auf die Schulter klopfen und stolz auf eine erfolgreiche Unterquerung blicken. Michael Stroetmann, der die technische Projektleitung der WAD verantwortet, freute sich mit dem Team über die Umsetzung dieses Sonderbauwerks. „Das war eine hervorragende Arbeit, die viel Abstimmung, Planung und intensive Zusammenarbeit erfordert hat. Ein großes Lob geht an das Team von Baulos 2 und die Partnerfirmen.“
Zurück