„Das ist am Ende das, worum es geht.” – Bauupdate mit Projektleiter Michael Stroetmann
Juli 2026
Juni 2026
Michael Stroetmann ist technischer Projektleiter bei OGE und verantwortet den Fortschritt der WAD auf ihrem Weg von Wardenburg nach Drohne. Im Gespräch berichtet er, warum das Projekt voll im Zeitplan liegt, wie Natur- und Umweltschutz den Bauablauf prägen und weshalb die Bauphase für ihn die spannendste Phase im Leitungsbau ist.
Herr Stroetmann, wie ist der aktuelle Stand auf der Baustelle der WAD? Wir kommen sehr gut voran. Ende Mai haben wir bereits rund 42 von insgesamt 90 Kilometern verlegt – das heißt, auf dieser Strecke sind die Rohre bereits verschweißt, abgesenkt und der Rohrgraben zum Großteil bereits wieder verfüllt.
Wird die geplante Inbetriebnahme noch in diesem Jahr gehalten? Ja, absolut. Wir sind voll Zeitplan und die Leitung wird noch 2026 in Betrieb genommen. Teilweise werden bereits jetzt die Druckprüfungen für einzelne Teilabschnitte vorbereitet. Nach der Druckprüfung folgt dann das Verbinden der Abschnitte, und dann die Begasung.
Gibt es besondere Highlights aus den vergangenen Monaten, die Sie hervorheben möchten? Auf jeden Fall. Ein echtes Highlight war die Querung der Autobahn 1. Wir haben dort ein HDD-Verfahren – also eine Horizontalbohrung – auf einer Länge von rund 410 Metern durchgeführt. Das ist technisch anspruchsvoll und war eine besondere Leistung des gesamten Teams. Wir hatten sogar ein Kamerateam vor Ort, das die Maßnahme dokumentiert hat.
Wie läuft die Wiederherstellung der Flächen nach den Bauarbeiten ab? Die Rekultivierung läuft auf vielen Abschnitten bereits parallel zum Baufortschritt. Ein sogenanntes Planblatt – das ist unser Planungsmaßstab, auf dem jeweils rund 300 bis 350 Meter Leitung abgebildet sind – wird nach der Verfüllung des Rohrgrabens schrittweise an die Grundstückseigentümer und Bewirtschafter zurückgegeben. Auf einigen dieser Planblätter ist bereits wieder Mais angebaut worden, und auch darüber hinaus läuft es gut.
Bereits erfolgreich rekultivierte Teilabschnitte
Welche Rolle spielt der Naturschutz beim laufenden Baubetrieb? Eine sehr wichtige. Wir hatten Bauzeitbeschränkungen, die sich sowohl aus dem Vorkommen von Wintergästen als auch aus Brutvogelzeiten ergeben haben. Entsprechende Teilabschnitte werden für die Bauteams gesperrt, so dass in diesen Bereichen während der Schutzzeiten nicht gearbeitet wird. Neben den Vogelschutzzeiten gab es auch kleinere, aber nicht minder aufwendige Herausforderungen. Zum Beispiel hatten wir einen Ameisenhaufen direkt auf der Trasse, der erfolgreich umgesiedelt wurde. Ein Ameisenhaufen geht ja nicht nur in die Höhe, sondern auch tief in den Boden, das ist also kein triviales Unterfangen. Umso beeindruckender ist es, eine solche Umsiedelung live zu erleben.
Umsiedlung des alten Hügels
Neues Nest mit Zuckerlockstoff
Neuer Ameisenhügel 4 Wochen nach Umsiedlung
Wie ist die Resonanz bei Anliegern und Landvolkverbänden? Wir haben von den Landvolkverbänden durchweg positive Rückmeldungen bekommen – sowohl zur Kommunikation als auch zur Qualität der Ausführung. Das freut uns natürlich sehr. Bei einem Bauprojekt in dieser Größenordnung gibt es immer einige Einzelfälle, in denen etwas mehr Abstimmung erforderlich ist. Aber auch in diesen Fällen ist die Zusammenarbeit mit den Anliegern und Verbänden insgesamt sehr konstruktiv.
Was macht die Zusammenarbeit im Projektteam aus? Die Schnittstellen zwischen dem OGE-Planungsteam auf der einen Seite und dem Bauteam und den ausführenden Firmen auf der anderen funktionieren sehr gut. Wenn die einzelnen Gewerke nahezu reibungslos ineinandergreifen, bringt das das Projekt wirklich nach vorne. Und genau das erleben wir gerade.
Sie haben die Bauphase einmal als Ihre liebste Phase im Leitungsbau bezeichnet. Gilt das noch? Das will ich nach wie vor unterschreiben. Was mich persönlich besonders motiviert: Man sieht jetzt, wie all die Jahre der Planung, der Baukonzepte und der Vorbereitung erfolgreich in die Realität umgesetzt werden. Der Moment, in dem das Rohr tatsächlich im Boden liegt und begast wird, wenn sie ihren Teil zur Energieversorgung beiträgt. Das ist am Ende das, worum es geht.
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Juni 2026
Michael Stroetmann ist technischer Projektleiter bei OGE und verantwortet den Fortschritt der WAD auf ihrem Weg von Wardenburg nach Drohne. Im Gespräch berichtet er, warum das Projekt voll im Zeitplan liegt, wie Natur- und Umweltschutz den Bauablauf prägen und weshalb die Bauphase für ihn die spannendste Phase im Leitungsbau ist.
Herr Stroetmann, wie ist der aktuelle Stand auf der Baustelle der WAD?
Wir kommen sehr gut voran. Ende Mai haben wir bereits rund 42 von insgesamt 90 Kilometern verlegt – das heißt, auf dieser Strecke sind die Rohre bereits verschweißt, abgesenkt und der Rohrgraben zum Großteil bereits wieder verfüllt.
Wird die geplante Inbetriebnahme noch in diesem Jahr gehalten?
Ja, absolut. Wir sind voll Zeitplan und die Leitung wird noch 2026 in Betrieb genommen. Teilweise werden bereits jetzt die Druckprüfungen für einzelne Teilabschnitte vorbereitet. Nach der Druckprüfung folgt dann das Verbinden der Abschnitte, und dann die Begasung.
Gibt es besondere Highlights aus den vergangenen Monaten, die Sie hervorheben möchten?
Auf jeden Fall. Ein echtes Highlight war die Querung der Autobahn 1. Wir haben dort ein HDD-Verfahren – also eine Horizontalbohrung – auf einer Länge von rund 410 Metern durchgeführt. Das ist technisch anspruchsvoll und war eine besondere Leistung des gesamten Teams. Wir hatten sogar ein Kamerateam vor Ort, das die Maßnahme dokumentiert hat.
Wie läuft die Wiederherstellung der Flächen nach den Bauarbeiten ab?
Die Rekultivierung läuft auf vielen Abschnitten bereits parallel zum Baufortschritt. Ein sogenanntes Planblatt – das ist unser Planungsmaßstab, auf dem jeweils rund 300 bis 350 Meter Leitung abgebildet sind – wird nach der Verfüllung des Rohrgrabens schrittweise an die Grundstückseigentümer und Bewirtschafter zurückgegeben. Auf einigen dieser Planblätter ist bereits wieder Mais angebaut worden, und auch darüber hinaus läuft es gut.
Welche Rolle spielt der Naturschutz beim laufenden Baubetrieb?
Eine sehr wichtige. Wir hatten Bauzeitbeschränkungen, die sich sowohl aus dem Vorkommen von Wintergästen als auch aus Brutvogelzeiten ergeben haben. Entsprechende Teilabschnitte werden für die Bauteams gesperrt, so dass in diesen Bereichen während der Schutzzeiten nicht gearbeitet wird. Neben den Vogelschutzzeiten gab es auch kleinere, aber nicht minder aufwendige Herausforderungen. Zum Beispiel hatten wir einen Ameisenhaufen direkt auf der Trasse, der erfolgreich umgesiedelt wurde. Ein Ameisenhaufen geht ja nicht nur in die Höhe, sondern auch tief in den Boden, das ist also kein triviales Unterfangen. Umso beeindruckender ist es, eine solche Umsiedelung live zu erleben.
Wie ist die Resonanz bei Anliegern und Landvolkverbänden?
Wir haben von den Landvolkverbänden durchweg positive Rückmeldungen bekommen – sowohl zur Kommunikation als auch zur Qualität der Ausführung. Das freut uns natürlich sehr. Bei einem Bauprojekt in dieser Größenordnung gibt es immer einige Einzelfälle, in denen etwas mehr Abstimmung erforderlich ist. Aber auch in diesen Fällen ist die Zusammenarbeit mit den Anliegern und Verbänden insgesamt sehr konstruktiv.
Was macht die Zusammenarbeit im Projektteam aus?
Die Schnittstellen zwischen dem OGE-Planungsteam auf der einen Seite und dem Bauteam und den ausführenden Firmen auf der anderen funktionieren sehr gut. Wenn die einzelnen Gewerke nahezu reibungslos ineinandergreifen, bringt das das Projekt wirklich nach vorne. Und genau das erleben wir gerade.
Sie haben die Bauphase einmal als Ihre liebste Phase im Leitungsbau bezeichnet. Gilt das noch?
Das will ich nach wie vor unterschreiben. Was mich persönlich besonders motiviert: Man sieht jetzt, wie all die Jahre der Planung, der Baukonzepte und der Vorbereitung erfolgreich in die Realität umgesetzt werden. Der Moment, in dem das Rohr tatsächlich im Boden liegt und begast wird, wenn sie ihren Teil zur Energieversorgung beiträgt. Das ist am Ende das, worum es geht.
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